Außenborder im Schacht Delanta 75

Hier könnt Ihr Euch über die Delanta 75 austauschen.
anonymus
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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von anonymus » Mi 26. Sep 2012, 08:07

Iveth hat geschrieben:Danke relax. Ganz sicher habe ich gelesen und recherchiert, aber eben "nur" deine Aussage zu deinem Motor gefunden. Ich denke doch, dass da auch noch andere brauchbare AB's in Delantaschächten unterwegs sind ....

Nein. Keine brauchbaren.
Nur Yamaha hat die Möglichkeit für AutoChoke und E-Start in Kombination mit (Not-) Handstart und Schubschraube bei Fernbedienungsanchluß im Bereicht 5 - 10 PS.

Rene Aust
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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von Rene Aust » Do 27. Sep 2012, 19:51

Hallo miteinander,wollte nur noch mal bescheid sagen,daß in meinem Schiff ein Yamaha F9,9FES im Schacht hängt. Hatte auch schon mal berichtet auf Seite 2 . Kann jetzt sagen ,daß ich sehr zufrieden bin mit dem Motor. Durch den Schubpropeller geht das aufstoppen und rückwärts fahren super gut. Kann also den Motor wirklich weiterempfehlen. Meine Klappen unterm Schiff gehen auch zu,so das man vernünftig segeln kann. Grüsse Rene

Iveth
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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von Iveth » Fr 2. Nov 2012, 07:43

Danke für die Infos.
So, ich bin nun Besitzer dieser bereits erwähnten Delanta 75 L mit 15 PS Hondamotor im Schacht. Ich freue mich, auch auf die teilweise erforderlichen Refitarbeiten. Der Motor gefällt mir jedoch nicht und ich denke über einen Wechsel, in diesem Fall auf Yamaha, nach.
Einige Fragen treiben mich noch um.
Der Hondamotor hat für Abgase einen Nebenausgang (sieht nicht serienmäßig sondern nachgerüstet aus), von dem ein Schlauch an einen Durchlass im Spiegel führt. Dort kommt dann auch etwas Abgas raus.
- Wie ist das eigentlich genau mit der Abgas- und Frischluftzuführung. Die AB geben doch eigentlich ihre Abgase durch den Propeller unter Wasser ab. Ist denn ein Nebenausgang überhaupt erforderlich?
- Hier in den Beiträgen wird erwähnt, dass der Schubpropeller die Abgase beim rückwärts Fahren umlenkt?
- Genügt für die Frischluftzufuhr das Blech mit den Lüftungsschlitzen im Deckel oder muss die extra irgendwie zusätzlich zugeführt werden, damit der Motor nicht erstickt, wenn das Boot bei laufendem Motor ohne Fahrt ist und evtl. vom Propellerauslass her Abgase vom Wasser in den Schacht kommen? Ist das in der Realität denn der Fall?
Danke im Vorraus für eure weiteren Infos
Gruß Reinhard

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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von Nightfighter » Fr 2. Nov 2012, 08:36

Na dann will ich mal...
Steht alles bereits irgendwo im Forum...
Nebenausgang ist für LEERLAUFabgas und ZWINGEND und original.
Beim Yamaha in der Bedieungsanleitung schauen, wo der hinkommt.
Die Schubschraube hat eigenlich eine Umlenkung für das Wasser, nicht für das Abgas, so dass bei Rückwärtsfahrt das Wasser an die Schraube geführt wird und diese sich nicht in einer Abgasblase bewegt und somit keine Wirkung hat.
Die Luftzufuhr KANN genügen, MUSS aber nicht. Das hängt stark davon ab, wie dicht der Backskistendeckel wirklich schließt.

Beim Yamaha auf E-Start und Automaticchoke Wert legen, dann der AB die beste Motorisierung!

relax
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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von relax » Fr 2. Nov 2012, 12:12

vollkommen richtig was nigthy schreibt!!!
Ich habe mir auf den kleinen Stutzen des Nebenauspuffes einen Ø 9mm PVC-Schlauch gesteckt und führe diesen zu einem Winkelstutzen am Spiegel (Winkel nach unten, damit mir kein Wasser reinläuft).
Das muß sein, wie du schon richtig erkannt hast, damit der Motor im Leerlauf nicht an seinen eigenen Abgasen erstickt.Zusätzlich habe ich noch die Luftansaugöffnungen , die sich im Motordeckel hinten
befinden, zugeklebt und hole mir die Luft von vorn aus dem Cockpitfußraum.
( Geht natürlich nur bei gewaschenen Füßen :) )
Seit dieser Installation läuft mein Motor schön sauber rund im Leerlauf und hören tut man ihn kaum.
Einziger Nachteil, unter dem Winkelstutzen am Spiegel zeichnen sich nach einiger Zeit leichte Abgasspuren, die jedoch leicht abzuwischen sind.

Iveth
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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von Iveth » Fr 2. Nov 2012, 13:57

Danke für den Support.

Grüße Reinhard

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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von trepino » Sa 2. Feb 2013, 17:14

Also um erfolgreich auch bei 6-8 Beaufort unterwegs sein zu können,bedarf es eines HighTrust Motors
Yamaha hat so ein Gerät 2 Zylinder 4 Takt keine Pinne 9,9 PS und ein Arbeitsgetriebe/große Schraube
Die schieben mit den Dingern Arbeitsplattformen im Atlantik hin und her.
Ich habe das Teil seit 4 Jahren in eine 75 iger Delanta eingebaut.
Bei Flaute komme ich auf See mit Standgas auf 4,5 Knoten dabei hörst du die Maschine kaum.
Der Spritverbrauch ist dann so um die 0,2-0,4 Liter pro Stunde.
Den Motor gibt es auf Bootsmessen sehr günstig um die 3000€
Beim Einbau wird der Auspuff welcher Überwasser ausströmt (kl.Loch)in einen Halbzollschlauch
und durch das Heck ins Freie geleitet.Das selbe machte ich mit dem Wasserpumpenausstoss
der spritzt jetz hoch im Bogen hinten gut sichtbar weg.Und man muß nicht immer in den Schacht gucken.
Das Ganze hat eine zentrale Schalteinheit mit Vorwärts und Retourgang Leerlauf elektrischen Starter,Totmann
Knopf und eine 10Amp Lichtmaschine die die Starterbatterie lädt.
Die Delanta hat einen Lift im Schacht wo der Motor knapp hineinpasst.
Die beiden Klappdeckel am Unterwasserschiff kann man vergessen denn der Motor ist ultralong und
auch die große Schraube passt nicht durch die Öffnung.Man muss sie erst nach der Einschubmontage
anbringen.Anstatt des Klappdeckels kann man eine Abdeckung des Motorschaftes wie bei der Saildrivelösung
aus VA4 oder Kunststoff anbringen.Gegen Verschmutzung und Verwirbelung.
Der Motor erreicht bei "JEDEM" Wetter locker die Rumpfgeschwindigkeit.
Ich bin sehr zufrieden damit und würde nicht mit einem Diesel tauschen.
Was ich noch zusätzlich montieren(anfertigen)werde ist ein Krautkorb über der Schraube.
Das vermeidet in die eigenen Leinen zu laufen und schützt die Schraube vor Treibgut und Untiefen.

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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von trepino » So 3. Feb 2013, 11:20

Iveth hat geschrieben:Danke für die Infos.
So, ich bin nun Besitzer dieser bereits erwähnten Delanta 75 L mit 15 PS Hondamotor im Schacht. Ich freue mich, auch auf die teilweise erforderlichen Refitarbeiten. Der Motor gefällt mir jedoch nicht und ich denke über einen Wechsel, in diesem Fall auf Yamaha, nach.
Einige Fragen treiben mich noch um.
Der Hondamotor hat für Abgase einen Nebenausgang (sieht nicht serienmäßig sondern nachgerüstet aus), von dem ein Schlauch an einen Durchlass im Spiegel führt. Dort kommt dann auch etwas Abgas raus.
- Wie ist das eigentlich genau mit der Abgas- und Frischluftzuführung. Die AB geben doch eigentlich ihre Abgase durch den Propeller unter Wasser ab. Ist denn ein Nebenausgang überhaupt erforderlich?
- Hier in den Beiträgen wird erwähnt, dass der Schubpropeller die Abgase beim rückwärts Fahren umlenkt?
- Genügt für die Frischluftzufuhr das Blech mit den Lüftungsschlitzen im Deckel oder muss die extra irgendwie zusätzlich zugeführt werden, damit der Motor nicht erstickt, wenn das Boot bei laufendem Motor ohne Fahrt ist und evtl. vom Propellerauslass her Abgase vom Wasser in den Schacht kommen? Ist das in der Realität denn der Fall?
Danke im Vorraus für eure weiteren Infos
Gruß Reinhard
Am Yamahe ist hinten ein Auslass für das Abgas es wird in einen Schlauch und durch ein Rohr im Spiegel hinausbefördert.klappt seit Jahren

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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von relax » So 3. Feb 2013, 12:54

"Bei Flaute komme ich auf See mit Standgas auf 4,5 Knoten "Dann hast du dein Standgas wohl auf 2000 1/min hochgedreht :)

"Der Spritverbrauch ist dann so um die 0,2-0,4 Liter pro Stunde." :???:

Supermotor :?: Mein Yamaha 8 Ps 4-Takter braucht mind. 1-2 Ltr./Std.
Ein gut eingestellter Dieselmotor braucht bei 8 m Segelbootlänge ca. 0,4-0,5 L/Std.
Der Motor sollte zum Patent angemeldet werden :)

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Re: Außenborder im Schacht Delanta 75

Beitrag von frieslandsegeln » So 3. Feb 2013, 16:16

Ich lese gerade mit Interesse die "Werbung" für die High Trust Ausführung des Yamaha AB und kann dazu nur folgendes sagen:

Ich habe einen 9,9 High Trust E-Start mit Einhebelfernschaltung am Heck meiner DE 78: das Ding ist Klasse und ersetzt meiner Meinung nach einen Diesel in dieser Bootsklasse absolut gleichwertig.

Mein Revier ist das Ijsselmeer und da muss ein Motörchen schon ab und zu mal etwas leisten...

Ich sehe den Yamaha eher im Vorteil, da er im Bereich der Unterhaltskosten und ggfs. bei einer nötigen Neuanschaffung klar günstiger liegt.

Der Verbrauch ist (wie immer) sehr abhängig von der geforderten Leistung und liegt meiner Meinung nach bei Marschfahrt um die 1-2 Liter; aber Leute:

wie viele Stunden läuft denn der Motor in der Saison an einem SEGELBOOT..?

Ich finde die Debatte über den Spritverbrauch bei diesen Motoren an unseren kleinen Booten v.a. im Hinblick auf die sonstigen Kosten im Bereich Unterhalt gelinde gesagt etwas kleinlich, sorry...

Grüße

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